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Defensive ist ein Henker

Es herrscht kein Krieg, kein allgemeingültiger auf jeden Fall, wie es die reine Definition verlangt. Und doch gibt es da einen Kampf, der sich Miteinander nennt. Nicht jeder Mensch, den der Zufall als auch Alltagspfad Dir schickt, ist Dein Feind. Dies würde nur Misstrauen und Vorurteil im Vornehinein verewigen. Dein Handeln, Dein Tun und auch Dein Denken, sie wären beschränkt und eingeschränkt. Und doch ist das Leben wie die Futtersuche an der Tränke. Jeder will seinen Vorteil, den größten Happen und als Erstes nur fressen. Der Nächste, das Ich zur Seite, es interessiert ganz einfach nicht.

Du bist ein Teil des Rudels aus Wölfen, die zu meist den Schafspelz tragen. Sicher, sieht man selten nur gefletschte Zähne oder die Klauen bereit zum Angriff. Nur ist es so, dass die Meisten das Spiel der Maske weitaus besser beherrschen als die reine Natürlichkeit. Es ist verständlich, es ist normal, denn das Schaf wird in Mitten des Rudels nur zerfleischt. Was bleibt, ist ein quiekendes Etwas, das blutend die Spuren einer einstmals lebenden Unschuld abspiegelt.

Auch ich trage eine Maske. Nur gibt es simpel mich nicht. Ich bin das Abbild einer Existenz, die möglich und wahrscheinlich sein könnte. Und indem ich diese Möglichkeit forme, existiere ich bereits. Ich erschaffe mich rein selber. Und genau diese Macht besitzt Du auch. Die Maske trägst Du sowieso. Meistens nur unbewusst. Erkennst Du dies, so gibt’s den nächsten Hauch an Freiheit bereits. Erkennt man Gefängnis, simple Umrandung an Gitterstäben, so bleibt man eingesperrt, sofern das Tor geschlossen. Aber wählst Du rein selber Dein eigenes Gefängnis, so bist Du niemals versperrt, sondern besitzt alleine den Schlüssel der Dich befreien kann. Was ein Anderer Dir tut, gibt Dir Ohnmacht und auch die simple Schwäche, denn Du erwartest es einfach nicht. Aber übst, was ein Anderer Dir tun könnte, so wird aus späterem Geschehen nichts weiter als ein Schauspiel, dessen Rolle Du bereits einstudiert hast. Und verhälst Dich dann als Opfer, als Maske dessen was erwartet wird, so gewinnt ein Anderer im Glauben, im leichtsinnigen Triumph. Solange, bis Du das Spiel beendest. Beherrschst Du die Regeln, führst ein Spiel auf Dein vorbereitetes Brett, so ist der Sieg oder auch die offensichtliche Niederlage, denn das Spiel nur selbst, war ein Spiel an Illusion und erwünschtem Theaterstück. Nenne es Möglichkeit, kleinsten Tipp, den ich Dir für des Alltags Schlachten so nebenbei offenbare.

Die Defensive ist ein Henker, Deiner Möglichkeiten, Deiner Stärke und am Ende auch Deiner Freiheit. Beherrschst Du aber auch jene im gespiegelten Abbild dessen, was ich Dir oben erklärte, so begreifst eine kleine Kunst des Krieges. Denn auch wenn Leben nichts als Miteinander, gegeneinander und drumherum sich formt, so ist der Mensch allein auf den Vorteil bedacht. Natürlich urteile ich nicht. Du solltest es auch nicht tun. Beobachte, lerne und erhebe Dich dann nur im Innern über jede der äußeren Formen. Ein weiterer Aspekt Deiner Freiheit, die Du alleine ermöglichen kannst.

Einfach, nicht schwer und kompliziert nur ebenso wenig. Man sagt der Angriff ist die beste Verteidigung. Nun, nach oben, da weißt es besser. Denn was Masse benutzt, im Leichtglauben, im Unwissen und manchmal auch der schönen Blindheit, sollte Deines nicht sein. Du liest, Du begreifst und erkennst, dass Wahrheit nicht gleich Wahrheit und manche Lüge Dir alles Wahre offenbart.

Keinem Wort ist eine einfache Macht. Sei es gesprochen, geschrieben oder auch gezeichnet. Es ist Verstand, es ist Wissen, es ist das Begreifen, dass die Seele und Sein von dem Quell der Offensichtlichkeit befreit.